Vertrauen in dich selbst und in Mutter Natur

In unserem Hinterhof steht ein Magnolienbaum. Ich beobachte diese Tage, wie sich seine Blüten trotz wechselhafter Frühlingstage langsam gen Sonne öffnen. Und sofort wirft mich der Anblick zurück zum Frühling letzten Jahres, als die Geburt des Babys bevorstand. Ich kann mich daran erinnern, wie ich verkrampft dasaß, kurz vor der Geburt, in mir eine tiefe Angst vor der Öffnung. Ich war voller innerer Abwehr und komplett in Verdrängungshaltung. Warum? Die Geburt meiner Tochter viele Jahre zuvor war voller Interventionen und daher nicht im Flow und traumatisch. Diese Erfahrung steckte mir noch tief in den Knochen.


Bis die Magnolienblüte begann. Damals fiel mir eines Tages auf, wie sich in einem mehrwöchigen Prozess die Blüten voller Vertrauen und Hingabe öffneten, sich die Blütenblätter der Sonne entgegenstreckten und ihre ganze Schönheit Stück für Stück entfalteten. Und auch stürmische, kalte Frühlingsnächte und heftige Gewitter hielten den Baum nicht davon ab, seine Blüten in Erwartung warmer Sonnenstrahlen zu öffnen. Bis sie irgendwann in voller Pracht den gesamten Innenhof mit ihrem Zauber verwandelten.

Und mit einem Mal merkte ich, wie sich in mir etwas veränderte. Ich strich über meinen riesigen wachsenden Bauch, und Stück für Stück wurde ich ruhiger. Was mich der Magnolienbaum im Innenhof lehrte, war, zu vertrauen. Mich auf die Intuition zu verlassen und einfach in mich hineinzuspüren, um bereit für das Wunder der Geburt im Vertrauen zu sein. Und so öffnete ich mich, langsam aber sicher, und aus der Verdrängung der bevorstehenden Geburt wurde auf einmal: Vorfreude. Die Entpuppung der ultimativen Schönheit. Außerdem half mir eine Hypnose mit einer Hebamme zur Lösung meines Traumas der ersten Geburt.

Was sind deine Erfahrungen mit dieser Zeit kurz vor der Geburt? Wie geht es dir, wenn du gerade schwanger bist? Erzählt gerne <3

Alles Liebe und Gute,

Silke

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